NetzClub im Test

NetzClub ist das im Mai 2010 gestartete „gratis“ Mobilfunk-Angebot der Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG. Das Angebot finanziert sich durch das Zusenden von maximal 30 Angeboten, Werbung und News im Monat auf das Handy. Innerhalb von jeweils 30 Tagen muss auf mindestens eine Werbe-SMS geantwortet werden. Das Antworten soll dabei ebenfalls kostenlos sein. Die Themen, zu denen die Angebote, Werbung und News verschickt werden, lassen sich im Profil auswählen.

Bei der Anmeldung kann zwischen drei NetzClub-Tarifen gewählt werden:

  1. monatliche Gratis-Flat für Handy Internet und für 11 Cent/Minute in alle Netze telefonieren oder SMS verschicken, ab 200 MB Drosselung auf GPRS-Geschwindigkeit,
  2. monatlich 100 Frei-Minuten in alle Netze und für 11 Cent in alle Netze SMS verschicken bzw. für 24 Cent/MB im Internet surfen,
  3. Kombi 30: monatlich in alle Netze 30 Frei-Minuten, 30 Frei-SMS und 30 MB frei für Handy Internet

Zum Angebot: www.netzclub.net
Weitere Informationen: Prepaid Wiki

Die Frage ist jetzt, ob sich das Angebot auch mit einem Netbook nutzen lässt – wäre eine praktische und günstige Sache, wenn man nur ab und an mal ins Netz muss. Ich werde es dann mal testen…

Online-Registrierung

Fast wäre ich verzweifelt, da bei der Zusammenfassung der Registrierungsdaten von drei Seiten wiederholt immer irgendetwas nicht korrekt übernommen wurde. Und wenn dann alles passte, habe ich die Bestätigungsmail natürlich nicht bekommen – lag auch nicht im Spam-Ordner.

Eine neue Bestätigungsmail ließ sich auch nicht schicken, da auf der entsprechenden Seite die Captcha-Grafik fehlte.

In meiner (fast) Verzweiflung habe ich dann mal den Browser Chrome beendet und Firefox gestartet – und siehe da, die Registrierung funktionierte ohne Probleme.

Daher mein Tipp:
Nutzt zum Registrieren nicht den Browser Chrome, sondern einen anderen Browser!

SIM-Karte ist da

Nach nur vier Tagen – Samstag bestellt, Dienstag im Postkasten – ist die SIM-Karte da. Der Briefumschlag im NetzClub Design trägt einen Adressaufkleber über dem Adressfenster. Der Absender, anscheinend ein Logistikunternehmen, das für NetzClub die SIM-Karten verschickt, sitzt in ‚96110 Scheßlitz‘. Da die 490 km nach Aachen in nur einem Tag zurückgelegt wurden, hat wohl auch das Zusammentspiel mit der Post funktioniert. Der Brief selber ist nicht personalisiert. Im Bereich des Adressfensters, in den normalerweise die Adresse gedruckt wird, befinden sind eine Artikelnummer, die Kartennummer und ein Barcode, der die Kartennummer enthält.

Es scheint als wird im Logistikzentrum nur noch der Barcode auf dem vorgefertigten Brief gescannt, mit der Adresse bzw. dem Nutzer verknüpft und dann der Adressaufkleber aufgebracht. Geht ja prima automatisiert und würde auch erklären, warum die SIM-Karte so schnell geliefert werden konnte.

Nachdem die SIM-Karte auf der Website von NetzClub freigeschaltet ist, legt man sie im Telefon ein. Es folgt die Eingabe der PIN. Danach sollte eigentlich die im Schreiben angesprochene SMS eintrudeln, doch das Display auf dem Nokia 3109C, welches ich zum Freischalten der SIM-Karte nutze, zeigt nur die Meldung „Kein Dienst“.

Ich schalte das Telefon wieder aus und starte einen zweiten Versuch. Einschalten, PIN eingeben und siehe da, es erscheint im Display die Meldung „o2 – de“ – kurze Zeit später trifft auch die SMS ein:
„Lieber Kunde, Sie erhalten in Kürze die richtigen Einstellungen auf ihr [sic!] Handy. Installieren (bzw. speichern) Sie diese, um z.b: mobiles Internet zu nutzen.“

Und wie angekündigt treffen kurze Zeit danach die automatischen Konfigurationseinstellungen und eine zweite SMS ein:
Lieber Kunde, Sie haben soeben die Einstellungen für Ihr Handy erhalten. Wenn Sie diese installiert (bzw. abgespeichert) haben, können sie die folgenden Services nutzen: das mobile Internet, MMS, Streaming und Handy Synchronisation.“

Kaum habe ich die zweite SMS gelesen, ist eine weitere Nachricht da:
„O}: Die Laufzeit Deiner Gratis-Flat beginnt am 22.06.2010 und endet am 22.07.2010.“

Liest sich gut, aber ich stelle mir die Frage, was mit der SMS ist, auf die ich antworten soll, so wie im Brief unter Punkt 5. Eine solche SMS ist bis jetzt nicht eingetroffen.

Das Telefon ist automatisch konfiguriert worden, doch eigentlicht will ich die Karte ja im Netbook nutzen. Wie komme ich jetzt an die richtigen Einstellungen?

Nach kurzer Suche werde ich auf der Website von NetzClub unter ‚Service & Hilfe > Handyeinstellungen‘ fündig:
„[…] Falls Dein Handy den Empfang der Einstellungen per SMS nicht unterstützt oder Du Einstellungen für Deinen PC oder
Dein Notebook brauchst, findest Du hier die nötigen Informationen für die einzelnen Dienste. […]“

🙂 Na prima, hier wird ja explizit der PC bzw. das Notebook angesprochen, also sollte der Nutzung der SIM-Karte im Netbook nichts im Wege stehen.

NetzClub und Netbook

Die SIM-Karte funktioniert ohne Probleme in einem ASUS Eee PC 1000HG unter Windows XP bzw. Windows 7.

Die Nutzung der Karte im Note-/Netbook ist inzwischen von NetzClub nach Änderung der Nutzungsbedingungen untersagt.

6 Antworten auf „NetzClub im Test“

    1. Hallo Chris, als ich damals meine Karte bekommen habe, war die Nutzung im Netbook noch nicht untersagt. Auf der Website von NetzClub fand sich sogar eine Anleitung, wie man die Karte im Netbook einrichtet. Inzwischen sind die Nutzungsbedingungen geändert worden. Dennoch lässt sich die Karte weiterhin im Netbook betreiben. Mehr als die Karte sperren kann NetzClub ja nun nicht. Also bleibt die Karte bei mir weiterhin im Netbook. Ich benötige sie aber auch nur sehr selten. Für mich macht es keinen großen Unterschied, ob ich die Karte nun direkt im Netbook nutze oder das Netbook per Bluetooth mit dem Mobiltelefon verbinde und dann über dieses die Verbindung ins Internet herstelle.

  1. Hallo,
    ich habe mich auch von der Werbung des kostenlosen Telefonierens blenden lassen. Mein Antrag auf eine Netzclub-karte wurde umgehend beantwortet, ich sollte sie in wenigen Tagen haben. Da auch nach 8 Tagen nichts da war, schrieb ich eine mail an Netzclub, welche leider nicht beantwortet wurde. Eine zweite und dritte folgte, bis ich die Antowrt erhielt, dass wegen der ‚großen Nachfrage‘ sich alles verzögert. (Bekannte erhielten schon vor Monaten diese Antwort). Da sich auch in der Folgewoche nichts tat versuchte ich anzurufen. Offensichtlich habe ich immer die falschen Zeiten erwischt, weil ich mehr Geld in der kostenpflichtigen Hotline verbraten habe, als ich sonst im Monat vertelefoniert habe. Dann, als ich irgendwann die Karte hatte, ging die Freischaltung nicht. Wieder kostenpflichtige Telefonate (Emails wurden wieder nicht beantwortet). Vielleicht finanziert sich ja der Netzclub über die Hotlinekosten, und nicht wie angegeben über Werbung.

    1. Hallo Paul, wie die Situation zur Zeit bei NetzClub aussieht, kann ich leider nicht sagen. Ich kenne aber einige, die bis jetzt nur gute Erfahrungen dort gemacht haben. Es kann gut sein, dass NetzClub inzwischen dem Ansturm nicht mehr gewachsen ist. Vielleicht hatte ich als einer der ersten Nutzer noch Glück, dass alles schnell und reibungslos gelaufen ist.

  2. Hallo, ich würde die Karte auch gerne im Netbook verwenden und bin blond:-)).
    Kann ich die SIM Karte direkt ins Netbook stecken u von dort irgendwie aktivieren? Wie beantworte ich dann von dort die SMS? Brauche ich mein Handy dazu überhaupt?

    1. Hallo,
      ich habe meine Karte damals erst in Handy aktiviert und dann ins Netbook eingelegt. Mit der Software MWconn
      gelang dann die Verbindung ins Internet und das Senden/Empfangen von SMS. Es sollte auch mit der Software JoinAir funktionieren. Das Handy war nicht nötig, da die Verbindung ja vom Netbook hergestellt wurde. Inzwischen ist jedoch die Nutzung der Karte im Note-/Netbook untersagt. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass NetzClub anfangen wollte die Browser-Kennungen zu filtern. Ob das aktuell der Fall ist und ob das Freischalten im Handy und das Nutzen im Netbook also noch funktioniert, kann ich nicht sagen. Müsstest du also aktuell mal ausprobieren. Ein Umweg wäre dann evtl. mit dem Netbook über das Handy ins Internet zu gehen, indem du die beiden Geräte per Bluetooth verbindest. Klappte bei mir jedenfalls testweise schon mal mit dem HTC Desire und meinem Netbook. Inzwischen nutze ich unterwegs aber eigentlich nur noch das Handy, um mal kurz Informationen im Internet zu finden oder E-Mails zu empfangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.